Seattle – Meine Autos, meine Yacht, meine Motorräder: Microsoft-Manager Daniel F. (32) protzte mit seinem Reichtum. Ein Ferrari, ein Jaguar, Oldtimer vom Feinsten, Jeeps, ja sogar ein superteures Militärfahrzeug („Hummer“) und ein Luxusliner – die ganze Pracht stellte der „Dude“ (so sein Internet-Spitzname) auf seiner Angeber-Homepage im Internet zur Schau.Der Haken an der Sache: Es war alles nur geklaut! Und zwar von seinem Brötchengeber Microsoft. Stolzer Wert der Beute: neun Millionen Dollar!
Der gebürtige Münchner, der für die Online-Suchfunktion von Microsoft.com verantwortlich war, beklaute den Bill-Gates-Konzern ein Jahr lang. Er hat laut Anklage über das interne Ordersystem der Firma 1700 teure Software-Programme bestellt, ließ sie sich an seinen Arbeitsplatz liefern und verkaufte sie dann – sogar auf der Straße. Auch einen Assistenten und einen Praktikanten beauftragte er mit der Bestellung der Programme.
Mit der Beute finanzierte der gerissene Manager sein Luxusleben, kaufte neben Nobelschlitten auch Juwelen und eine Rolex. Auch sein Kontostand wuchs und wuchs und wuchs: von 2500 Dollar auf über 120.000 Dollar.
Alles lief nach Plan. Doch dann kam das FBI: Bei einer großen Untersuchung, die das FBI bei Microsoft durchführte, flog der Millionen-Coup auf. Daniel F. wurde gefeuert. Und noch auf dem Gelände von Microsoft in Seattle (USA) verhaftet.
Auf seiner Homepage hatte er übermütig fantasiert: „Früher war ich sicher, dass ich ein Rockstar werden würde. Vielleicht werde ich das später tun.“ Das wird jetzt wohl noch etwas warten müssen …
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